Sag ja zu dir auf dem Balkon … das Landschaftsgrün am Bildschirm ist zwar wärmer-numinoser, mach die Augen zu und laß den Film laufen. Für den intellektuellen Anspruch … die Emanzipation des Geistes von der Welt, … von all diesem Iran, Macht, Einfluß, Anspruch, Geldgeklüngel … es bleibt der anspruchsvolle Gängsterfilm im Fernsehn … die Libido zerpflückt im Internet … ohne die ‘recreation on the balcony’ wie all get lunatics.

Surrealitäten

Mai 28, 2009

Überschriften und Zitate aus Online-Publikationen werden zu eigentümlich schizophrenen Surrealitäten vermischt.

Die langen Blätter der alten Dattelpalmen bogen sich unter dem Gewicht des Wassers zu Boden. Doch nur hier, hatte Hande Bozdoğan versprochen, bekomme man Artischockenböden, so knackig wie junge Radieschen. Mit unseren Bundeskanzlern war in kulinarischer Hinsicht nie viel Staat zu machen. Von Hamsterkäufen war die Rede. Auch der jeweilige historische Bewusstseinsstand zeugt nicht von Gleichzeitigkeit. Die dreizehnte Tasse gehört dem Geist. Kühl und kalorienarm.

Doch der kosmische Standort bietet noch andere Vorteile. Die berühmten Köche unserer Tage hantieren mit Stickstoff. Heute soll die Mission abgeschlossen werden.

Skippi hat es sich in einer kleinen Hängematte gemütlich gemacht. Begleitet von reichlich Brimborium wie einer Live-Übertragung im Webfernsehen. Ein zu mächtiges Monster. Der Frühling ist eine schwere Zeit für ihn. Acht Minuten sind nicht genug. Die nächste Blase schwillt schon an.

Es ist viel Aufregung in der Luft in diesen Monaten. Zerrissenes Deutschland. Niemandem werde es zukünftig noch gestattet sein, "sich zu Lasten der Gemeinschaft zurückzulehnen". Das Schwerste kommt erst noch. Rassismus und Rechtsextremismus gedeihen in Osteuropa. Die Liste seiner Fehltritte ist schon unendlich lang. Volksfeind Nummer eins. Die Wähler haben wieder einmal sämtliche Voraussagen Lügen gestraft. Diese Krise trifft Westminster mit der Wucht von Jahrhunderten. In Irland sind über Jahrzehnte hinweg tausende Kinder in kirchlich geführten Kinderheimen … Gott ist nicht real… Bürokratische Interaktion statt Hilfe. Kairos eigentümlicher Kampf gegen Schweine.

Wenn Nigel Farage lächelt, dann scheint sich sein ganzes Gesicht in zwei Teile aufzuspalten. Eine sehr gefährliche Entwicklung. Ein bisher unbekanntes Gift. Medien und Web 2.0-Seiten verformen unsere Gehirne. Das Weiße Haus hat eine Online-Plattform.

Bekannt war bereits, dass CMV zu Problemen bei Patienten führen kann. Weltweit arbeiten Wissenschaftler an einem neuen Leben. Jenseits der blauen Strahlen. Hunderte Höhenmeter vom Alltag entfernt. Als eine andere Form von "Gehirndoping". Ein Blühwunder. Apfelsaft verzögert… Verbessert insbesondere die Gehirnleistung. Endgültige Belege fehlen noch. Wo verwalten wir Sucht und Furcht?

Ein Dilemma lässt Energieversorger und Autobauer zusammenrücken… Wenn in einigen Jahren nur noch Elektroautos durch die Welt rollen.

Starke Einschränkung der Freiheitsrechte. Seit rund einem Jahrzehnt erodiert europaweit der Schutz der Privatsphäre. Astronomen führen ihre Beobachtungen nicht mehr nur am Himmel durch.

Das Netz als Feind. Die Heart Of Gold ist im Rheinland gelandet. Die üblichen Verdächtigen. Das Nichts verdichtet sich. Mit Fünfdimensionalem Speicher gegen den Datendurchfall. Taumeln von einer Lüge zur anderen. Um die Anzahl der beschlagnahmten Festplatten zu reduzieren. Alarm schlagen ist ihr Geschäft. Mit der morgentlichen Konferenz der degenerierten Flugsauriere grüßt … Epi.

Hoffnung im Blick auf Peru, Sri Lanka, Pakistan, Afghanistan, Iran, Irak, Israel, … auf die Welt auch hinter den medialen Brennpunkten. Ja, der Finanz- und Wirtschaftszoombiismus wird auf vielfach außerordentlich interessante Art und Weise, mit nun auf einmal – medialer Breitseite – durchreflektiert und erstrahlt mit Heiner Geißler auch in den interessierteren TV-Wohnstuben … mit bewundernswert glaubhafter Vernunft … die nun überall aufleuchtet – unideologisch – wieder ein Stück aufgeklärter.

Das Netz wird immer mehr zum Politikum; wenig kreativ aber stark prophiliert. Das Netz ist auch zum Reflektieren … in seinem Wachstum zum Studieren … Cybercrime und -Spionage, Authentifizierung und sozialverträgliche Regulierung, Bürgers Datenschutz, das Copyright scheint einen zeitgemäßeren und idealistischeren Neuentwurf wert, wie wäre es mit lebendigen Bildungsportalen? Oder der Konfrontation mit der Europawahl?

Immer auch im Netz, am Netz verbunden sein können eröffnet einen neuen Gestaltungs- und Kompetenzraum, eine Berührbarkeit auch, gegenüber der es gilt Solidität zu erlernen … die Kommunikation hierin als eine Sekundäre zu begreifen … an der es sich leicht auch den Boden unter den Füßen verliert … artistische Verstrickungen in medialer Selbstdarstellung … der Meinungsextremismus … die elaborierte Vernunft mit etwas Schickem … endlose Selbstreflektion und -Beklagung … Metareflektionen … Intelligenz oder Verstrickung bis zum Untergang … soviel Weltprophil braucht Leere.

Zitat von Irgendwo … Finanzielle Anreize verringerten die Risikobereitschaft und damit auch ungewöhnliche, neue Ansätze. "Extrinsische" Motivation verschlechterte die Ergebnisse bei "heuristischen" – also kreativen – Aufgaben und steigerte die Ergebnisse lediglich bei "algorithmischen" Aufgaben, für die es bereits bekannte Lösungswege gab.

Und hier wieder ein multidimensionaler Mental-Parours … von letzter Woche oder so … mit des Morgens Vogelsang … Epi 

Neue Abhörzentrale in Köln

Enthüllungen zur Bankenverstaatlichung in den USA

Perus Armee verteidigt Ölkonzerne

Die religiöse Härte hinter dem Lächeln

Wir fressen einfach zu viel

Das Fremde in uns

Fahrräder unter tausend Eur…

Italien kultiviert Fremdenfeindlichkeit

Geld oder Ruhm machen nicht gluecklich

Aus dem Leben einer japanischen Sexpuppe

Die Demokratie der Neuronen

Mit dem Soja kam das Fieber

Das Ende des Holzwegs

Schmutziger Krieg in Afghanistan

Freiwillige Überwachung von Medienkonsum

Freiwillige Überwachung von Medienkonsum

Sonntag, 10. Mai 2009: Perkussion-dominante Musik auf den Ohren; klare Aufmerksamkeitsräume; aktiv, wach, produktiv; Auditive Hemisphärentrennung; Repetitions-Gähnen; gefühlsarm; Augen auf und durch! Musik als Gegenwartsverdichtung; Billy Cobham Spectrum … Lesen als Gegenwartsverdichtung; … ausgehend von der Pakistan-Offensive zu Ehren Obamas; über den Zahnpasta-Krebs, den unrechtmäßigen Hausdurchsuchungen bei Forenwächtern, Googles Browser-Löchern, dem Rütteln am kostenfreien Online-News-Garten … den Verfeinerungen in der Pflanzen-Gentechnik und ihrer Evokation von Thrillerplott-Assoziationen: hier meine Assimilation des ‘Zinkfinger-Nukleasen-Terrors mit modivizierten Schnupfenviren!’ … Mikrosofts mangelnde ODF-Compliance … Israelisches Zukunfts-Fiktionarium um Wasser … Gedanke: Destillat hiervon mit Links auf den Blog, Überschrift: Mental-gymnastische Reisen oder so … dann wieder … von der Schwarzen- zur Weißen Liste, der Netzfilter-Verschwörung, … dem Differenzieren der Bedenkenträger, der Netz-Land-Politisierung … Reglement wie anzutreffen in der materiellen Welt im Umgang mit Medien? Websteige zu Porno und Gewalt mit Pflicht zur Altersverifizierung? Die juristisch-politische Durchdringung des medialen Wildwest- und Freiheits-Eilands ‘Globale Information’, ‘Globale Kultur’, ‘Globaler Handel’, ‘Globale Meinungs- und Geisteshaltungsvielfalt’; dem ethisch-moralischen Sensorium ein Kleid, dem ohne Sensorium die Zwangsjacke plus Unmündigkeit; das Netz als Spiegel des Symbol-Geistes; kein Zutritt, kein Einlass, weil ja zu klein, zu verlogen, zu deviant, zu gefährlich, zu amoralisch, zu brutal … zu häßlich oder zu wahr? … Wann ist schon mal ‘besinnlich Lesen’ … das sich nicht selber in der Überflutung abwürgt, verkrampft in den Automatismen der immer mehr wollenden gefühllosen Logik … vergiss nicht das Eintauchen in die Weite des Meeres … an Herz gelegt, die Globalen Sozialstandards und der Emmissionshandeln in einem Paket! Epiphanius

Fluidum der Träume

Mai 9, 2009

Elegant Piano auf den Lauschern;
Fluidum der Träume;
gespielte andere Welt;
ein Streicheln,
dies Lieben der sperrigen Geister.
Halt an, las los, sieh!
Das Grün, die Wasser, die Höhen!
Sei und werde …
Streif ab,
das besinnungslose Klein des Handelns.
Ätherische Passionen hüllen dich in Mäntel des Heils.
Horizonte auf – für das Weite des Landes
feinstofflich der Atem.
Aziza Mustafa Zadeh und … Franz Xaver Kroetz auch.

13 Grad Frühlingsgrüße aus – 30 km bis zur Nordsee. Nach langem Wochenende als Penneboos und reichlich Regen, schenkte sich der Himmel wieder kristallblau nackt. Sitze mit langer Unterhose drunter, Strickjacke und Schal am Schwarz der Balkontür. Nachtruhe im Haus, noch etwas Autobraus von der 4-Spur-Durchgangstrasse. Nachtaktiver Tagschläfer. Abendlicher Rundgang längs des Kanals. 1 ½ Stunden-Runde. Alles frisch vergrünt, alles frisch beblühtes Bunt, alles frisch bemoin’t. Nun das Erleben in der kulturellen Lebensabschnittsphase … Welttextgymnastik, … das Narrativum der Welt-Abzugsbilder, der Welt-Psyche-Abstraktionen – das Grasen der Kuh im Geist des Kollektivs … ihn düngend hin und wieder … mit nem Fladen-Schiss. Oral-Zitation Jochen: Die Probleme der Menschheit werden klimatisch gelöst. Harry: Mittwoch ist im Rheinland immer der Rockhebetag. Dieter: Wenn ich arbeite, dann will ich davon auch gut leben.

Europa umsonst, der Jakobsweg umsonst, durch die Welt umsonst … es gibt eine Literaturgattung der Umsonst-Ratgeber. Ich habe sie immer als zweifelhaft empfunden … als Anleitungen zum Verlust der Unschuld … als Anleitung zum Missbrauch der Hilfsbereitschaft der Menschen … vieles ist die Sozialakrobatik der geistigen Beschränktheit.

Der Mensch, in dessen Innern sich der Gedanke an einen Ausstieg regt, sollte sich klar werden, was das bedeutet … klar werden um die Bedeutung, jenseits der Ungewissheiten und Ängste, die solche Schritte bedrohen.

Es gibt zwei Sichtweisen. Im Davor – stehen Empfindungen von Schuld und Zweifel, die Gedanken um ein Davonlaufen in die Verantwortungslosigkeit – im Danach erkennst Du das andere Bild.

Die alten Philosophen, die alten Mystiker, die großen Stifter wie Buddha, Jesus und unzählige andere … profiliert zu Pilgern, Asketen, Sannyasins, Bettelmönchen oder die Bewußten ohne Form … sahen und vermittelten die Notwendigkeit des Loslassens, erkannten sie als einen Reifungsschritt ‘Weltüberwindung’ auf dem Weg zur Erkenntnis des Geistes. Die Gabenschale gehörte als selbstverständliches Attribut dazu.

Dieser seelische Archetyp ist weiterhin lebendig und ruft. Er trägt auch heute, immer und überall … ist hoch geachtet, oft als Lichtbringer, Befreier, Erlöser, Heiler charakterisiert … ist oft gefürchtet und geflüchtet und verabscheut vom Dunkelmensch der Welt. Sein Träger lebt machtlos, in einer Art von Demut, die weiß, er kann nichts dafür, dies alles sind die Gnaden jenes Geistes und er wundert sich wie weit … wohin er trägt. wanderix.blog.de

Epi: Die Katastrophen der Weltgeschichte – wie die im Leben einer Person – beruhen auf der Dynamik des Seelischen … vor allem, auf einer Dynamik infolge der Ignoranz des Seelischen.

C.G. Jung: Symbole der Wandlung S.104, Walter Band 5 … Je erfolgreicher das Ein- und vordringen des neuen wissenschaftlichen Geistes sich gestaltete, desto mehr wurde letzterer – wie es dem Sieger immer zu gehen pflegt – der Gefangene jener Welt, die er sich erobert hatte.

Im Anfang dieses Jahrhunderts noch konnte ein christlicher Autor den modernen Geist sozusagen als eine zweite Inkarnation des Logos auffassen. “Das tiefere Erfassen der Naturbeseelung in der modernen Malerei und Dichtung”, sagt Kalthoff, “die lebendige Intuition, deren auch die Wissenschaft bei ihren strengsten Arbeiten nicht länger entraten will, läßt leicht erkennen, wie der Logos der griechischen Philosophie, der dem alten Christustypus seine Weltenstellung anwies, seines Jenseitscharakters entkleidet, eine neue Fleischwerdung feiert.”*

Es ging ja nicht lange, bis man erkennen mußte, dass es sich weniger um eine Fleischwerdung des Logos, als vielmehr um den Absturz des Antropos respektive Nous in die Physis handelt. Die Welt war nicht nur entgöttert, sondern auch entseelt.

Durch die Verlagerung des Interessenschwerpunktes aus der Innenwelt in die Außenwelt hat die Naturerkenntnis im Vergleich zu früher unendlich zugenommen, aber Erkenntnis und Erfahrung der Innenwelt haben sich entsprechend vermindert.

Das religiöse Interesse, welches normalerweise das stärkste und deshalb das entscheidende sein sollte, hat sich von der Innenwelt abgewendet und die Gestalten des Dogmas bilden in unserer Welt fremde und unverständliche Überbleibsel, jeglicher Art von Kritik ausgeliefert.

Selbst die moderne Psychologie hat größte Mühe, der menschlichen Seele ein Existenzrecht zu vindizieren und es glaubhaft zu machen, daß die Seele eine Seinsform mit erforschbaren Eigenschaften ist und daher Gegenstand einer Erfahrungswissenschaft sein kann; daß sie nicht nur an einem Äußeren hängt, sondern auch ein autonomes Innen besitzt, und dass sie nicht nur ein Ichbewußtsein, sondern eine im wesentlichen nur indirekt erschließbare Existenz darstellt.

Einer solchen Einstellung erscheint der Mythus, das ist das kirchliche Dogma, als eine Sammlung absurder, weil unmöglicher Aussagen. Der moderne Rationalismus ist aufklärerisch und tut sich auf seine ikonoklastischen Tendenzen sogar moralisch etwas zugute. Man begnügt sich im allgemeinen mit der wenig intelligenten Auffassung, daß die Aussage des Dogmas eine konkrete Unmöglichkeit beabsichtige. Daß sie aber symbolischer Ausdruck eines bestimmten Indeengehaltes sein könnte, das kommt kaum jemandem bei. Man wüsste ja nicht so ohne weiteres anzugeben, worin diese Idee bestünde. Und was “Ich” nicht weiß, dass existiert einfach nicht. Darum gibt es für diese aufgeklärte Dummheit auch kein nichtbewußtes Psychisches. ….

* Kalkhoff: Die Entstehung des Christentums, p.154

Spannungsbögen

März 8, 2009

Sonntag, den 8. März 2009 ~ 12 Uhr … Wachschreiben … nach einer langen Nacht mit Spionage-Thrillern … ein zwielichtiges CIA-Agenten-Treiben in Afghanistan wird heldisch vermenschlicht … und ein von britischen Grauens-Männern durch Psycho-Manipulation zum Staatsdienst-Killer umgepolter pathologischer Mörder, der … nun ganz sympathisch … nicht ‘funktioniert’ und seiner Gehirnwäsche auf die Spur kommt … Fernsehepen ohne Bezug zum eigenen Anti-Helden-Dasein.

Als Gelegenheits-Schreiber stellt sich mir einmal mehr die Frage, wie das eigene Erleben in Schrift und Bild verfasst sein könnte … in einer Weise, die mich am Denken hält und einen Leser bei der Stange.

Szenen des Welterlebens zu dramatisieren, als Stationen eines Spannungsbogens … darin die Schwächen, Fehler und Versagen in ihrer Relevanz belichtet werden …

… das Leiden daran als ein ja ein ganz normales Welterleben … darin die Alltags-Kampf-Stationen der Befreiung …

… darin sein Leiden schließlich … von individuell begriffen … als kollektives Schicksal aufzudecken …

…. einem kollektiven Schicksal, vergleichbar mit … wie wäre es … dem Volke Israel … unter der Knechtschaft des Pharaonen …

… heute, den Pharaonen des Kapitals … in der Phase der großen Plagen … dass sie begreifen … sein Volk ist Ihm zu lassen nun …

… ein Moses ist da draußen irgendwo … die Pfosten nun blutrot markiert … und … was folgt? …

… der 40 Jahre Manna-Wüste? … Ja doch, das waren große Dramaturgen … und so erahne ich … ein Stück des eigenen Spannungsbogen. Feedback bitte über wanderix.blog.de

Freitag, den 6. März 2009 … ~ 12 Uhr … wieder mit den Künstlerbildern beschäftigt gewesen … der mehr oder weniger faszinierte Blick hängt nach, überträgt sich noch eine Weile auf das Raumerleben … inspiriert die Idee, das Schreiben wie ein Malen zu betreiben … dass der Maler oder Schreiber die Welt anhält … der Portraittierte wie der Maler in der Pose seiner Meditation …

… Regen tränkt die Welt in Nässe-Farben … Bildschirm, Kaffeebecher Teelicht, Lampe … die Fensterfront halb durchlässig verhangen … befriedet von der Sinnlichkeit der Nacht … Nachbars Stimmen grummeln … der Teebeutel will aus der Kanne … Verkehrsströme rauschen da draußen … zischeln herein durch Fensters Spalt … Bestecke auf Teller klappern … des Netbooks Eigenleben … Dateibackup läuft …

… aufrecht am Küchentisch schreibend … mal die Augen schließend, den Lippen einen Spalt … Om Mani Padme Hum … Augen fühlen, Mittagsglocken hören, den Atem gewahrend, die Hand, wie sie schreibt … ohne zu wissen … ein Weltbild malen, in den Schriften der Sprache …

… Sprache massiert vom Bildwerk vieler Tagesschreiber, Tages-Weltgeschehen-Schreiber … inspizierend, diagnostizierend, konstatierend, Aufmerksamkeit kreierend … für die tausend alten Neuigkeiten des Globus … die Reflektoren ihres Tuns, ihres Weh´s und Glück´s und Fortschritts, ihres Erfindens und Erforschens und Beherrschens … selbstvergessen und bewusst … Standort drinnen oder draußen, hoch und nieder, frivol und kühl, ernst und lapidar, strömungskonform und verwirbelt, harmonisch und kontrastiert …

… das Licht der Worte und der Zeichen … eine Art der Transzendenz des Lebens … darin man sich verliert ist Dummheit … lass es fließen, das Bezeichnen des Worts …

… unseren Schatz für egoistisch Klagen, Fordern, Wollen zu verwenden ? Zu banal! Allenfalls das eigne kleine Sonderleben hierin … hierin anzuschmiegen, das selbst Versteckte darin zu befreien, die eigenen Verschulden offenbaren, die eigenen Motive zu verzeihen … Regentropfen wie auf Blattwerk … Blattwerk, dass zu sehen, dass baldige Erfreuen …

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