Spannungsbögen

März 8, 2009

Sonntag, den 8. März 2009 ~ 12 Uhr … Wachschreiben … nach einer langen Nacht mit Spionage-Thrillern … ein zwielichtiges CIA-Agenten-Treiben in Afghanistan wird heldisch vermenschlicht … und ein von britischen Grauens-Männern durch Psycho-Manipulation zum Staatsdienst-Killer umgepolter pathologischer Mörder, der … nun ganz sympathisch … nicht ‘funktioniert’ und seiner Gehirnwäsche auf die Spur kommt … Fernsehepen ohne Bezug zum eigenen Anti-Helden-Dasein.

Als Gelegenheits-Schreiber stellt sich mir einmal mehr die Frage, wie das eigene Erleben in Schrift und Bild verfasst sein könnte … in einer Weise, die mich am Denken hält und einen Leser bei der Stange.

Szenen des Welterlebens zu dramatisieren, als Stationen eines Spannungsbogens … darin die Schwächen, Fehler und Versagen in ihrer Relevanz belichtet werden …

… das Leiden daran als ein ja ein ganz normales Welterleben … darin die Alltags-Kampf-Stationen der Befreiung …

… darin sein Leiden schließlich … von individuell begriffen … als kollektives Schicksal aufzudecken …

…. einem kollektiven Schicksal, vergleichbar mit … wie wäre es … dem Volke Israel … unter der Knechtschaft des Pharaonen …

… heute, den Pharaonen des Kapitals … in der Phase der großen Plagen … dass sie begreifen … sein Volk ist Ihm zu lassen nun …

… ein Moses ist da draußen irgendwo … die Pfosten nun blutrot markiert … und … was folgt? …

… der 40 Jahre Manna-Wüste? … Ja doch, das waren große Dramaturgen … und so erahne ich … ein Stück des eigenen Spannungsbogen. Feedback bitte über wanderix.blog.de

Freitag, den 6. März 2009 … ~ 12 Uhr … wieder mit den Künstlerbildern beschäftigt gewesen … der mehr oder weniger faszinierte Blick hängt nach, überträgt sich noch eine Weile auf das Raumerleben … inspiriert die Idee, das Schreiben wie ein Malen zu betreiben … dass der Maler oder Schreiber die Welt anhält … der Portraittierte wie der Maler in der Pose seiner Meditation …

… Regen tränkt die Welt in Nässe-Farben … Bildschirm, Kaffeebecher Teelicht, Lampe … die Fensterfront halb durchlässig verhangen … befriedet von der Sinnlichkeit der Nacht … Nachbars Stimmen grummeln … der Teebeutel will aus der Kanne … Verkehrsströme rauschen da draußen … zischeln herein durch Fensters Spalt … Bestecke auf Teller klappern … des Netbooks Eigenleben … Dateibackup läuft …

… aufrecht am Küchentisch schreibend … mal die Augen schließend, den Lippen einen Spalt … Om Mani Padme Hum … Augen fühlen, Mittagsglocken hören, den Atem gewahrend, die Hand, wie sie schreibt … ohne zu wissen … ein Weltbild malen, in den Schriften der Sprache …

… Sprache massiert vom Bildwerk vieler Tagesschreiber, Tages-Weltgeschehen-Schreiber … inspizierend, diagnostizierend, konstatierend, Aufmerksamkeit kreierend … für die tausend alten Neuigkeiten des Globus … die Reflektoren ihres Tuns, ihres Weh´s und Glück´s und Fortschritts, ihres Erfindens und Erforschens und Beherrschens … selbstvergessen und bewusst … Standort drinnen oder draußen, hoch und nieder, frivol und kühl, ernst und lapidar, strömungskonform und verwirbelt, harmonisch und kontrastiert …

… das Licht der Worte und der Zeichen … eine Art der Transzendenz des Lebens … darin man sich verliert ist Dummheit … lass es fließen, das Bezeichnen des Worts …

… unseren Schatz für egoistisch Klagen, Fordern, Wollen zu verwenden ? Zu banal! Allenfalls das eigne kleine Sonderleben hierin … hierin anzuschmiegen, das selbst Versteckte darin zu befreien, die eigenen Verschulden offenbaren, die eigenen Motive zu verzeihen … Regentropfen wie auf Blattwerk … Blattwerk, dass zu sehen, dass baldige Erfreuen …

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